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AUSFLÜGE IN SARDINIEN: NATURPFADE IN PORTO SAN PAOLO !

Es gibt ein dichtes Netz an historischen Strecken im Gebiet von Porto San Paolo die das Meer und das Landesinnere vereinen. Die signifikante Strecke der “stazzi” (typische Gutshäuser der Gallura) besteht aus einem Netz von Pfaden und Feldwegen. Durch dieses Netz konnten die Familien, die zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert in der Gegend verstreut lebten zueinander Kontakt halten.

Die Wege sind katalogisiert und gekennzeichnet und werden nach und nach den Besuchern zugänglich gemacht. Bis jetzt sind zwei Pfade begehbar: Romeo e Giulietta di Paulesa (im Hinterland) und Lu Caminu di Falchi der von La Castagna nach Porto San Paolo führt. Die Wege sind mit Holzschildern gekennzeichnet auf denen man die Geschichte der Menschen die dort gelebt haben nachlesen kann.

Naturpfad “Romeo und Julia von Paulesa”

Das Gebiet von Loiri Porto San Paolo ist eine harmonische Verbindung zwischen Meer und Hinterland. Zuerst erzählen wir Ihnen von den Leuten, die vom Meer kamen und als erste die Hügel rund um Loiri besiedelten. Diese Geschichte zeigt, wie stark und untrennbar die Bindung zwischen den beiden Naturelementen ist. Wer hätte jemals gedacht, dass das Dorf von Montelittu und die schöne Stadt von Verona etwas gemeinsam haben und doch … Paulesa der Hügel, mit seinen typischen Granitfelsen der Gallura die als tafoni bekannt sind, hütet die Erinnerung an zwei verliebte Jugendliche die flüchteten um Ihre Liebe zu retten und an die Schicksalsschläge die ihre Familien wegen dieser unmöglichen Liebe durchleiden mussten… folgen Sie dem Pfad und lassen Sie die Geschichte neu aufleben …

Naturfpad Lu Caminu di li Falchi

Der 11 km lange Weg führt vom Hinterland zum Meer, entlang des Pfades liegen verlassene Stazzi und an der Hälfte des Weges befindet sich das Haus der Familie, nach der der Pfad benannt ist: frati Falchi.

Die abenteuerlichen Geschichten, die man sich vor dem Kaminfeuer erzählte (Li conti di lu fuchili) hielten die Kinder in ihren Bann und man kann sie auf den bebilderten Schildern beim Stazzo nachlesen.

An einem kalten Abend im Jahr 1920 sitzt Andrea Careddu mit seinen Enkelkindern im stazzo der vor Ihnen liegt und erzählt den Kindern warum sie als “frati Falchi” bekannt sind. Sie haben es Grossvater Andrea zu verdanken, der auch als “lu falcu cecu” bekannt ist. Der Kamin ist an, und die Kinder sehen in der lebendigen Flamme des Kaminfeuers die Bilder dieser Geschichte.Andrea war ein schlaues und heiteres Kind das in Calangianus, im stazzo von Cuncata lebte. Er hatte die Angewohnheit, mit einer trockenen Bohne herumzulaufen, die an einer Schnur befestigt war. Mit dieser Schnur lockte er geschickt die Hennen an und fing sie. Wegen dieser Fähigkeit die Beute zu fangen wurde er “lu falcu cecu” genannt. Sein Leben änderte sich für immer, als seine Brüder umgebracht wurden weil sie sich weigerten, eine ihrer Schwestern einem Sohn der Familie Alvisa zur Braut zu geben.So begann eine schreckliche Blutrache. Andrea bringt die Mörder seiner Brüder um und wird Bandit. Er wird mehrmals gefangen aber er schafft es immer wieder auf abenteuerliche Weise zu entkommen. Nach 20 Jahren ergibt er sich der Polizei (Carabinieri) die er immer respektierte, er heiratet und wird Vater von zwei Söhnen. Eines Tages wird er während eines Ausrittes mit seinem Sohn Paolo umgebracht die Familie Alvisa hat das Unrecht, dass sie erlitt nicht vergessen ….

Letzte Änderung amFreitag, 18 März 2016 16:48

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